Am Samstag, 29. Juli 2023, richtete der Deichverband Dormagen – Zons die jährliche Hochwasserschutzübung am Deichtor 29 an der Bundesstrasse 9 in Höhe der südl. Spitze des Silbersees / Stadtgrenze zu Neuss aus.
An der Übung beteiligt waren insgesamt 21 Helfer, die Dormagener Reservistenkameradschaft der Bundeswehr (12 Kräfte) mit Unterstützung des Ordnungsamtes der Stadt Dormagen (2 Kräfte) zur Verkehrsregelung. Das Deichamt war mit dem stv. Deichgräf, Franz Bauers und mehreren Heimräten ebenfalls in die Arbeiten eingebunden. Ferner unterstützten auch 2 Erbentagsmitglieder.
Punkt um 07:30 Uhr begann die Übung. Zunächst wurde die Schutzwand des Deichtores 29 über den Radweg und anschließend nacheinander über die beiden Fahrbahnen der B 9 errichtet. Damit wurde die Tauglichkeit des vorhandenen Schutzmaterials für den Ernstfall eines Hochwasserereignisses geprüft. Der Verkehr konnte ab 08.30 Uhr wieder uneingeschränkt in beiden Richtungen fließen konnte. Hierdurch war auch zugleich Übungsende um 08:30 Uhr.
Nach Rückverlagerung der Gerätschaften zur Deichzentrale und dem Abschluss der Übung wurden alle Helfer zum Dank zu einem kräftigen Frühstück in die Deichzentrale an der Uferstraße in Stürzelberg eingeladen. Bei der Übungsnachbesprechung kamen einige kleine administrative und einsatztaktische Mängel auf, die es nun heißt Abzustellen bzw. Anzupassen.
Zuletzt war dieser Abschnitt tatsächlich in 90er Jahren (1995/1996) beübt worden. Lang wurde eine Übung dort wegen der voreinigen Jahren angekündigten Sanierung der B 9 aufgeschoben, nun aber passend zur angekündigten Absage der Sanierung geprobt.
Als Verantwortlicher der Übung konnte ich (Erik Heinen) hochmotivierte Helfer der Reservistenkameradschaft erkennen, unterstützt durch das Deichamt, abgesichert durch das Ordnungsamt.
Leider verhielten sich etliche Verkehrsteilnehmer nicht wie man es sich wünschen würde. Aufgefallen ist, dass viele Autofahrer, vor allem mit großen LKW, viel zu schnell an den in der Engstelle arbeitenden Helfern vorbeifuhren. Angepasste Geschwindigkeit wäre hier „Schritt fahren“ und nicht deutlich mehr als 30 km/h gewesen.
Die Erkenntnisse aus dieser Übung wird der Deichverband für Konsequenzen auswerten.
Grundsätzlich kann man mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden sein, was letztlich auch der stellv. Deichgräf den Helfern bestätigte.
Erik Heinen, Erbentagsmitglied

Freilegen der Bodenhülsen für die nächste Stütze. Fotos: Rainer Hellberg

Aufbau der nächsten Stütze. Fotos: Rainer Hellberg

Mobiler Hochwasserschutz im 1. Feld fertiggestellt. Fotos: Rainer Hellberg

Einsetzen der Dammbalken im 2. Feld. Fotos: Rainer Hellberg

2. Feld fertiggestellt (nimmt die halbe Fahrbahnbreite der B 9 ein!) …Ende der Übung

