Fragen & Antworten

Wie wirkt sich Feuchtigkeit auf die Bausubstanz aus?

ZEITFAKTOR UND SCHADENSDYNAMIK

Schadensverlauf durch Wasser

Die Grafik zeigt deutlich, wie schnell sich ein zu Beginn „normaler“ Wasserschaden vom Schadensumfang her potenzieren kann. Daher ist die effektivste Schadensminderungsmaßnahme schnelles, fachgerechtes Handeln.

Schon bei einer änderung der Luftfeuchte passt sich das Material an, indem es Feuchtigkeit aufnimmt oder abgibt. In weitaus größerem Maße trifft das natürlich auf überflutete Wände und Gegenstände zu.

Zum Beispiel haben Holzmöbel in Wohnräumen eine durchschnittliche Materialfeuchte von 6–8 % (gemessen am Trockengewicht). Das gleiche Holz, draußen in einem Carport verbaut, weist schon bis zu 20 % auf.

Entsprechend läuft auch der Prozess nach einem Schaden ab, bei dem sich aufgrund des Wassers die Luftfeuchte stark erhöht.

Es gilt daher, unter Beachtung der Hinweise im Kapitel: „Was muss ich beim Abpumpen von Wasser beachten?“, möglichst schnell den Trocknungsprozess einzuleiten.